Sehenswürdigkeiten in Hurghada

 

Auf eine lange, pharaonische Vergangenheit kann Hurghada im Gegensatz zum Rest Ägyptens nicht zurückblicken.

Erst mit der Ausweitung des Massentourismus entwickelte sich Hurghada in den 1980er und 1990er Jahren zuerst vom Fischerdorf zum Geheimtipp für Taucher und Surfer und dann zu einem Ziel für Pauschaltouristen.

Hurghada steht heute wie kein anderer Ort für unbeschwerten Badeurlaub und bietet darüber hinaus auch eine Vielzahl an Restaurants, Bars und Discos, aber "richtige" Sehenswürdigkeiten im herkömmlichen Sinn (Gebäude etc.) sind eher rar, dafür bietet die Natur unter und über Wasser sehenswerte Anblicke.

 
 
 

Die Anfänge als Urlaubsort begannen Anfang der 70er Jahre mit dem Bau des Sheraton-Hotels. Seitdem hat sich das ursprüngliche kleine Fischerdorf zu einer stetig wachsenden Stadt entwickelt.

 

Zum November 2006 wurde die Einwohnerzahl Ägyptens mit 160.901 angegeben. Die tatsächliche Einwohnerzahl in 2012 kann nur geschätzt werden und ist mit 180.000 hier lebenden Personen sicherlich nicht zu hoch gegriffen.

 

Einen Überblick über die Entwicklung Hurghadas anhand von Satellitenbildern seit 1985 bis 2014 finden Sie hier. 

 
 

Hurghada ist Hauptstadt des Gouvernates (Regierungsbezirk) "Bach El Ahmar" (Rotes Meer). Es zieht sich an der Küste ca. 30km entlang und teilt sich in 4 Stadtteile auf. Im Norden liegt El Dahar, der älteste Teil der Stadt (auch als Downtown bekannt).

 

Hier befinden sich viele Hotels direkt am Meer, darüber hinaus sämtliche Verwaltungseinrichtungen wie z.B. das Gerichtsgebäude und das Amt für Passangelegenheiten. Auch ist hier der Suq zu finden – in Anlehnung an den berühmten Khan el Khalili-Markt in Kairo kann man hier in einer orientalischen Atmosphäre Mitbringsel aller Art kaufen.

 
 

Der Stadtteil wird von der großen Nasr Street bestimmt, die sich vom südlichen Stadtteilanfang am sogenannten Sekalla Square in Höhe des Hafens bis zum Ortsende im Norden erstreckt.

 

Dahar ist der ursprünglichste der Stadtteile. Hier bekommt man vor allem abends einen Eindruck vom „echten“ Ägypten abseits der Hotels, wenn man durch die belebten Straßen läuft: in Geschäften laufen laut Koranrezitationen oder arabische Musik, Cafes beschallen ihre Gäste mit Fernsehern (natürlich auf vollster Lautstärke), es wird lautstark auf der Straße diskutiert über den Preis für Kinderkleidung, mitten durch einen Markt fahren Autos und Motorräder und hupen sich ihren Weg frei.

 
 

So verwundert es nicht, dass gerade abends die Mehrzahl der Menschen auf der Straße Ägypter sind, die ihren täglichen Besorgungen nachgehen, für die es tagsüber einfach zu heiß ist.

 

Abdel Moneim Riad Moschee in Dahar war jahrelang das Wahrzeichen Hurghadas. Sie wurde Anfang der 1970er Jahre gebaut.

 
 

Ebenfalls in Dahar, nur einige Meter entfernt befindet sich auch die St. Shenouda Kathedrale der koptischen Gemeinde.

Die Bauarbeiten wurden 2011 fertig gestellt. Davor gab es eine zu kleine Kirche, die der wachsenden Gemeinde nicht mehr ausreichte.

Die Kathedrale kann besichtigt werden und ist in dem Sinne eine der wenigen "richtigen" Sehehnswürdigkeien.

 
 

Südlich von Dahar schließt sich Sekalla (bzw. Is-Siqalla) an. Dieser Teil der Stadt ist sehr touristisch geprägt und wird im Wesentlichen von der Sheraton Street bestimmt, die sich parallel zum Meer Richtung Süden erstreckt und an deren Meeresseite sich eine Vielzahl an kleineren Hotelanlagen befindet.

Den Anfang nimmt Sekalla am Sekalla Square bzw. Hafen und reicht südlich bis zum Beginn der „richtigen“ Hotelzone mit den großen 5*-Anlagen.

 

Entlang der Sheraton Road befinden sich eine unzählbare Menge an Shops, Restaurants und Coffee Shops.

 
 

In Sekalla wohnen sehr viele europäische Residents, d.h. Europäer, die ihren Lebensmittelpunkt nach Hurghada verlegt haben. 

 

Die Nebenstrassen der Sheraton Road, Sherry Street und School Street (Sharia El Madares), blühen abends auf. Das Angebot richtet sich hier mehr an Hurghadas Einwohner als an Touristen.

 

In Sekalla befindet sich die Marina, der Yachthafen Hurghadas, direkt neben dem richtigen Hafen. Wenn man mal durchatmen will und einfach in Ruhe spazieren gehen möchte, ist die Marina zu empfehlen, da die dortigen Verkäufer nicht aktiv auf Kunden zugehen wie andrerorts.

 
 

Hurghadas neueste Sehenswürdigkeit ist die El Mina Moschee neben der Hurghada Marina. Sie wurde nach langer Bauzeit 2012 fertig gestellt und ist ein schönes Beispiel moderner arabischer Baukunst. Die beiden Minarette ragen hoch über Hurghada.

Besucher sind ausserhalb der Gebetszeiten willkommen. Frauen können sich eine Galabeya mit Tuch am Eingang ausleihen, um ihre Haare, Arme und Beine zu bedecken.

 

Neben der Moschee ist der Fischerhafen mit Fischmarkt, der ebenfalls einen Besuch wert ist. Hier wird der frisch gefangene Fisch aus dem Roten Meer verkauft.

 

Mubarak / Horreya 5 (kurz nach dem Flughafen auf der rechten Seite Richtung Sekalla) und Mubarak / Horreya 2 () sind staatliche Wohnbauprojekte aus der Mubarak-Ära, die kostengünstige Eigentumswohnungen schafften. Es handelt sich um fünfstöckige Wohnblock-Siedlungen.

 

Weiter südlich nach dem Flughafen gibt es noch Mubarak / Horreya 6 mit Doppelhäusern.

Südlich von Sekalla und somit in Höhe des Flughafens befindet sich der Stadtteil El Kausar (El Kawther). Dieser zieht sich entlang der großen Hotelpromenade „Mamsha“, beginnend beim Hotel Mashrabeya im Norden entlang bis zu deren Ende beim Hotel Grand Plaza im Süden.

Entlang der Mamsha finden sich viele Geschäfte mit typischen Ägypten-Andenken, zudem viele Cafes sowie das große Einkaufszentrum „Esplanada Mall“. Ein weiterer Duty Free-Shop ist hier auch zu finden. Auf der Landseite hat sich ein sich ständig wachsendes Wohngebiet entwickelt, in dem es sehr viele luxuriöse Wohnanlagen mit eigenen Pool gibt sowie viele Villen.

 

Der südlichste Teil Hurghadas ist die Hotelzone mit den großen Hotelkomplexen, umgangssprachlich als Magawish bekannt, benannt nach dem nördlichsten Hotel dieses Stadtteils. Magawish erstreckt sich über viele km bis fast zum nächsten Ort Sahl Hasheesh. Auf der Meeresseite wechseln sich große Hotelanlagen mit brachliegenden Flächen ab , bis man die Hotels der Sunrise-Kette erreicht. Hier ist auch wieder eine richtige Shopstraße wie z.B. in Sekalla zu finden.

Zudem befindet sich hier das Einkaufszentrum Senzo Mall, besonders bekannt durch den großen Supermarkt Spinneys. Auf der Landseite sind vor allem Villen bzw. maximal 3stöckige Wohnhäuser zu finden. 

Die einzelnen Hotelanlagen sind z.T. direkt nebeneinander gebaut, z.T. befinden sich aber einige hundert Meter Entfernung dazwischen. Spazieren gehen ist aufgrund dessen an dieser Straße nicht zu empfehlen, da man sonst mitunter längere Zeit ohne Gehweg auf der Straße entlang von Brachland und Wüste laufen müsste, ohne Geschäfte, Cafes zu finden.

 

 

Grand Aquarium

 

Das Grand Aquarium liegt gut erreichbar an der Villages Road hinter Magawish und vor dem Beach Albatros.

 

Es gibt Besuchern die Möglichkeit die einheimischen Fischarten des Roten Meeres anzuschauen, ohne auf das Meer zu fahren.

 

Die Anlage ist sauber, modern und großzügig gestaltet. Es gibt auch einen schönen Park im Aussenbereich, in dem verschiedene Vogelarten und andere kleinere Tiere (Krokodile, Landschildkröten, etc.) zu sehen sind. Der Park mit dem Café läd zum Verweilen ein.

Der Höhepunkt ist ein begehbarer Unterwassertunnel, der einzigartig in Hurghada ist.

Besonders für kleinere Kinder, die noch nicht selbst schnorcheln können, ist das Grand Aquarium zu empfehlen.

Der Eintrittspreis für Erwachsene beträgt 240 LE, für Kinder (3-10 Jahre) 120 LE.

 

 

Hurghada Aquarium

 

Das Aquarium befindet sich in El Dahar, gegenüber vom
General Hospital, direkt neben dem City Beach.

 

Der Eintritt kostet 15 LE.

 

Es gibt ca. 30 Aquarien unterschiedlichster Größe, in denen
man viele im Roten Meer einheimische Arten sehen kann, darunter auch drei Süßwasserbecken
mit Nilfischen.

Das Wasser in den Becken, die Glasscheiben, sowie auch der Bereich
für die Besucher sind sehr sauber und gepflegt, alles macht einen guten
Eindruck, durchaus vergleichbar mit ähnlichen Einrichtungen in Europa.

 

Neben den Becken hängen vielsprachige Tafeln, auf denen die Namen der Fische vermerkt sind. Hier wäre es besser, noch weitere Informationen zu den Fischenbereitzustellen, um mehr über deren Lebensweise zu erfahren. Wer daran Interesse hat, sollte einen Fischführer mitnehmen.

 

 

Neben dem Aquarium befindet sich ein Coffee Shop mit
Terrasse zum Meer, wo man anschliessend noch etwas trinken kann.

 

 

Sand City

 

Sand City Hurghada befindet sich gegenüber der Senzo Mall. Der Eintritt kostet 70 LE und dafür kann man über 60 Reliefs und Statuen ansehen.

Alle Figuren bestehen nur aus gepressten Sand und Wasser, der steinhart wird. Als Schutz gegen Wind und Regen sind die Oberflächen der Statuen mit Lack behandelt.


Es gibt bis zu 10 m hohe Statuen, die eine Mischung aus allen Bereichen darstellen, natürlich auch viele pharaonische Kunstwerke.Napoleon, Zeus, Poseidon, Kleopatra, Ganesh, Eros und Caesar, aber auch moderne "Helden" wie King Kong, Jack Sparrow und Spiderman sind zu sehen.
Die Erschaffung von Sand City hat 6 Monate gedauert und es waren 29 Künstler aus verschiedenen Ländern daran beteiligt.